Alles was Angehörige wissen müssen: Finanzierung, Pflegegrade, Wohngruppenzuschlag und wie der Einzug funktioniert
Berlin ist bundesweit Spitzenreiter bei Pflege-Wohngemeinschaften — über 750 Pflege-WGs mit mehr als 6.800 Plätzen gibt es in der Hauptstadt. Trotzdem ist die Suche nach einem freien Platz für viele Angehörige schwierig. Dieser Ratgeber erklärt, was eine Pflege WG in Berlin kostet, ab welchem Pflegegrad ein Einzug möglich ist und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.
Eine Pflege-Wohngemeinschaft (Pflege WG) ist eine ambulant betreute Wohnform für pflegebedürftige Menschen. Mehrere Bewohner — in der Regel 6 bis 12 Personen — leben gemeinsam in einer Wohnung oder einem Haus. Jeder hat sein eigenes Zimmer, das er mit eigenen Möbeln einrichten kann. Gemeinschaftsräume wie Küche, Wohnzimmer und Garten werden geteilt.
Der entscheidende Unterschied zum Pflegeheim: Eine Pflege WG ist kein stationäres Heim. Die Pflege wird von einem ambulanten Pflegedienst erbracht, den die Bewohner oder ihre Angehörigen selbst wählen können. Das bedeutet mehr Selbstbestimmung, familiärere Atmosphäre und in vielen Fällen auch bessere Pflegequalität durch kleinere Gruppen.
Berlin hat ein eigenes Gesetz: Das Wohnteilhabegesetz (WTG) Berlin regelt Pflege-Wohngemeinschaften im Land Berlin. Es schreibt unter anderem vor, dass Bewohner den Pflegedienst frei wählen können und eine Vertrauensperson haben müssen.
Die Gesamtkosten einer Pflege WG in Berlin setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Entscheidend ist dabei der Pflegegrad des Bewohners — denn die Pflegekasse zahlt je nach Pflegegrad unterschiedlich hohe Sachleistungen.
| Kostenblock | Betrag/Monat | Wer zahlt? |
|---|---|---|
| Miete + Nebenkosten | 700–1.200€ | Eigenanteil / Wohngeld |
| Haushaltsgeld (Essen, Reinigung) | 300–500€ | Eigenanteil |
| Pflegeleistungen (PG 2) | bis 724€ | Pflegekasse (Sachleistung) |
| Pflegeleistungen (PG 3) | bis 1.363€ | Pflegekasse (Sachleistung) |
| Pflegeleistungen (PG 4) | bis 1.693€ | Pflegekasse (Sachleistung) |
| Pflegeleistungen (PG 5) | bis 2.095€ | Pflegekasse (Sachleistung) |
| Wohngruppenzuschlag (§38a SGB XI) | 214€ | Pflegekasse (zusätzlich) |
| Anschubfinanzierung (einmalig) | bis 2.500€ | Pflegekasse (einmalig) |
Für Selbstzahler & Privatversicherte: Die obige Tabelle gilt für gesetzlich Versicherte. Wer selbst zahlt oder privat versichert ist, erhält die Kosten individuell berechnet — abhängig von Pflegegrad, Leistungsumfang, Medikamentengabe und weiteren Faktoren. Wir beraten Sie gerne kostenlos zu Ihrer konkreten Situation.
Berlin-Besonderheit: Für Bewohner mit Pflegegrad 4 oder 5 kann in Berliner Pflege-WGs der sogenannte Leistungskomplex 19a abgerechnet werden. Das ist eine Tagespauschale (Ø 186€/Tag), die den Eigenanteil deutlich erhöhen kann. Lassen Sie sich vor Vertragsabschluss alle Kosten schriftlich aufschlüsseln.
Wer in einer ambulant betreuten Pflege-WG lebt, hat Anspruch auf den Wohngruppenzuschlag nach §38a SGB XI in Höhe von 214€ monatlich. Dieser Zuschlag wird zusätzlich zur regulären Sachleistung der Pflegekasse gezahlt.
Voraussetzungen:
Grundsätzlich ist ein Einzug ab Pflegegrad 2 möglich. Ab diesem Pflegegrad zahlt die Pflegekasse Sachleistungen für professionelle Pflege. Bei Pflegegrad 1 gibt es nur den Entlastungsbetrag von 131€ monatlich — das reicht für eine WG in der Regel nicht aus.
Bei APB GO nehmen wir Bewohner ab Pflegegrad 2 auf, inklusive Menschen mit Demenz, Intensivpflegebedarf und Beatmungspflicht. Gerade für Patienten mit hohem Pflegebedarf ist eine spezialisierte Pflege-WG oft die bessere Alternative zum Pflegeheim.
Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns — wir beraten Sie kostenlos zur aktuellen Verfügbarkeit und ob unsere WG zu Ihrem Angehörigen passt.
Besuchen Sie unsere WG und lernen Sie das Team und die anderen Bewohner kennen. Gerne kommen wir auch zu Ihnen — zum Beispiel ins Krankenhaus.
Falls noch kein Pflegegrad vorliegt, helfen wir bei der Beantragung. Mit bestehendem Pflegegrad kann es sehr schnell gehen.
Mietvertrag, Pflegevertrag und Betreuungsvereinbarung werden separat abgeschlossen. Der Einzug kann oft innerhalb von 48 Stunden erfolgen.
APB GO betreibt drei ambulante Pflegewohngemeinschaften in Berlin mit insgesamt über 42 Pflegeplätzen — alle mit MDK-Note 1,2, 24h-Betreuung und Demenz-Spezialisierung:
Die Gesamtkosten bestehen aus Miete (ca. 700–1.200€), Haushaltsgeld (ca. 300–500€) und Pflegekosten. Die Pflegekasse zahlt Sachleistungen je nach Pflegegrad zwischen 724€ (PG 2) und 2.095€ (PG 5) plus 214€ Wohngruppenzuschlag. Der tatsächliche Eigenanteil hängt von Pflegegrad und individuellem Vertrag ab.
Ja, absolut. Demenz ist sogar der häufigste Grund für einen Einzug in eine Pflege WG. Kleine Gruppen, strukturierter Alltag und vertraute Bezugspersonen sind für Menschen mit Demenz besonders wertvoll. APB GO hat eine Demenz-Spezialisierung an allen drei Standorten.
Bei APB GO ist ein Einzug oft innerhalb von 48 Stunden möglich — auch direkt aus dem Krankenhaus. Wir koordinieren die Überleitung mit dem Sozialdienst der Klinik und kümmern uns um alle organisatorischen Schritte.
Ja, das ist ausdrücklich erwünscht. Eigene Möbel, Bilder und persönliche Gegenstände schaffen Vertrautheit — besonders wichtig bei Demenz. Jedes Zimmer kann individuell gestaltet werden.
Es kommt auf Lage, Spezialisierung und persönliche Präferenz an. APB GO hat eine MDK-Note von 1,2, Demenz- und Intensivpflege-Spezialisierung und drei Standorte in Berlin. Besuchen Sie uns gerne für eine unverbindliche Besichtigung.
Wir melden uns innerhalb von 2 Stunden.