Pflegegrad beantragen
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Pflegegrad beantragen –
Schritt für Schritt erklärt

Was prüft der MDK? Welche Leistungen gibt es?

📅 Mai 2026⏱ 6 Min. Lesezeit✍️ APB GO Redaktion

Bevor Leistungen der Pflegekasse in Anspruch genommen werden können, muss ein Pflegegrad beantragt werden. Viele Angehörige wissen nicht genau wie das funktioniert oder scheuen den bürokratischen Aufwand. Dieser Artikel erklärt den gesamten Prozess verständlich und Schritt für Schritt.

Die 5 Pflegegrade im Überblick

PG 1
Geringe Beeinträchtigung
PG 2
Erhebliche Beeinträchtigung
PG 3
Schwere Beeinträchtigung
PG 4
Schwerste Beeinträchtigung
PG 5
Schwerste Beeinträchtigung mit besonderen Anforderungen

Für unsere Pflegewohngemeinschaften ist in der Regel mindestens Pflegegrad 2 erforderlich. Je höher der Pflegegrad, desto mehr Leistungen übernimmt die Pflegekasse.

Schritt für Schritt zum Pflegegrad

1

Antrag bei der Pflegekasse stellen

Rufen Sie einfach bei der Pflegekasse Ihres Angehörigen an und beantragen Sie die Feststellung der Pflegebedürftigkeit. Das geht auch schriftlich oder per E-Mail. Die Pflegekasse schickt dann einen Antragsbogen zu.

2

MDK-Begutachtung vorbereiten

Der Medizinische Dienst (MDK) kommt zu Ihnen nach Hause und prüft den Pflegebedarf in 6 Bereichen: Mobilität, kognitive Fähigkeiten, Verhaltensweisen, Selbstversorgung, Umgang mit Erkrankungen und soziale Teilhabe. Führen Sie vorab ein Pflegetagebuch – das hilft beim Nachweis des tatsächlichen Bedarfs.

3

Begutachtungsgespräch

Der MDK-Gutachter besucht Sie – normalerweise 45–90 Minuten. Schildern Sie den Alltag ehrlich und detailliert. Zeigen Sie was Ihr Angehöriger nicht alleine kann. Angehörige dürfen dabei sein und ergänzen.

4

Bescheid erhalten

Die Pflegekasse schickt den Bescheid meist innerhalb von 25 Arbeitstagen. Bei Ablehnung oder zu niedrigem Pflegegrad: Widerspruch einlegen! Das lohnt sich häufig.

5

Leistungen in Anspruch nehmen

Ab dem Monat der Antragstellung haben Sie Anspruch auf die Leistungen – auch rückwirkend. APB GO hilft Ihnen die passenden Leistungen zu beantragen und zu nutzen.

Tipp: Führen Sie vor der MDK-Begutachtung 2–3 Wochen lang ein Pflegetagebuch. Notieren Sie täglich wie viel Hilfe Ihr Angehöriger bei welchen Tätigkeiten braucht und wie lange das dauert. Das ist der wichtigste Nachweis für einen höheren Pflegegrad.

Was tun bei Ablehnung oder zu niedrigem Pflegegrad?

Gegen jeden Bescheid kann innerhalb von 4 Wochen Widerspruch eingelegt werden – formlos per Brief oder E-Mail. Bei Widerspruch kommt ein neuer Gutachter. Statistisch wird jeder dritte Widerspruch erfolgreich – es lohnt sich fast immer!

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