Intensivpflege zuhause
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Intensivpflege zuhause –
was zahlt die Krankenkasse?

§37c SGB V verständlich erklärt

📅 Mai 2026 ⏱ 4 Min. Lesezeit ✍️ APB GO Redaktion

Wenn ein Familienmitglied beatmungspflichtig ist oder intensivmedizinische Betreuung braucht, muss das nicht zwingend im Krankenhaus oder Pflegeheim passieren. Die außerklinische Intensivpflege ermöglicht es schwer pflegebedürftigen Menschen, würdevoll in ihrer gewohnten Umgebung zu leben – und die Krankenkasse übernimmt die Kosten.

Was ist §37c SGB V?

Der Paragraph 37c des Sozialgesetzbuches V regelt den Anspruch auf außerklinische Intensivpflege. Er gilt für Versicherte die wegen einer nicht heilbaren, fortschreitenden Erkrankung oder nach einem Unfall dauerhaft auf intensivpflegerische Versorgung angewiesen sind – insbesondere bei:

Was übernimmt die Krankenkasse?

Bei genehmigter außerklinischer Intensivpflege übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für die Pflegeleistungen vollständig. Das bedeutet: Die spezialisierte 1:1-Betreuung durch examinierte Intensivpflegekräfte mit Beatmungsschein wird bezahlt – rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.

Wichtig: Die Genehmigung muss vor Beginn der Pflege beantragt werden. APB GO unterstützt Sie und Ihren behandelnden Arzt bei der gesamten Antragstellung – kostenlos und unkompliziert.

Wie läuft die Genehmigung ab?

1

Ärztliche Verordnung

Der behandelnde Arzt (z.B. im Krankenhaus oder Hausarzt) stellt eine Verordnung für außerklinische Intensivpflege aus.

2

Antrag bei der Krankenkasse

Der Antrag wird zusammen mit der Verordnung und einem Pflegeplan bei der Krankenkasse eingereicht.

3

MDK-Prüfung

Der Medizinische Dienst prüft den Bedarf – oft auch direkt beim Patienten im Krankenhaus vor der Entlassung.

4

Genehmigung & Start

Nach Genehmigung kann die Pflege beginnen – in dringenden Fällen auch schon während der Prüfung (vorläufige Genehmigung).

Wie schnell kann es losgehen?

In dringenden Fällen – zum Beispiel direkt nach einem Krankenhausaufenthalt – kann die Intensivpflege sehr kurzfristig starten. APB GO arbeitet eng mit Sozialdiensten und Entlassungsmanagern in Berliner Kliniken zusammen und kann die Überleitung oft innerhalb weniger Tage organisieren.

Zuhause oder in einer Pflege-WG?

Außerklinische Intensivpflege ist sowohl in der eigenen Wohnung als auch in einer unserer Pflegewohngemeinschaften möglich. In der WG profitieren Intensivpatienten zusätzlich von der Gemeinschaft, gemeinsamen Aktivitäten und rund um die Uhr anwesendem Personal.

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