Von der Diagnose bis zum Alltag: Ein ehrlicher Überblick
Die Nachricht, dass ein Angehöriger dauerhaft beatmungspflichtig ist, trifft Familien oft mitten in einer ohnehin schwierigen Situation – direkt nach einem Unfall, einem Schlaganfall oder der Diagnose einer schweren neurologischen Erkrankung. Was dann folgt, sind viele Fragen: Wie geht das Leben weiter? Muss mein Angehöriger für immer im Krankenhaus bleiben? Und wer bezahlt das alles?
Dieser Ratgeber beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Beatmungspflege in Berlin – verständlich, ehrlich und ohne medizinisches Fachwissen vorauszusetzen.
Beatmungspflege, auch Heimbeatmung oder außerklinische Beatmung genannt, bedeutet dass ein Mensch dauerhaft oder zeitweise maschinelle Unterstützung beim Atmen benötigt – außerhalb eines Krankenhauses. Das kann zuhause sein oder in einer spezialisierten Pflege-Wohngemeinschaft.
Unterschieden wird zwischen zwei Formen:
Über ein Tracheostoma (Luftröhrenschnitt). Notwendig bei vollständigem Ausfall der Atemmuskulatur, z.B. nach schwerem Unfall oder bei ALS im fortgeschrittenen Stadium.
Über eine Atemmaske, ohne operativen Eingriff. Wird häufig bei COPD, Muskeldystrophie oder nach Schlaganfall eingesetzt – oft nur nachts.
Nein – und das ist eine der wichtigsten Botschaften dieses Artikels. Beatmungspflichtige Menschen haben in Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf außerklinische Intensivpflege gemäß §37c SGB V. Das bedeutet: Die Pflege kann in der eigenen Wohnung oder in einer Pflege-WG stattfinden – nicht im Krankenhaus und nicht im klassischen Pflegeheim.
Wichtig für Berlin: APB GO ist einer der wenigen Anbieter in Berlin, der spezialisierte Beatmungspflege sowohl ambulant zuhause als auch in unseren Pflege-WGs anbietet – mit ausgebildeten Intensivpflegekräften rund um die Uhr.
Der Sozialdienst oder das Entlassungsmanagement der Klinik koordiniert die Überleitung. APB GO arbeitet eng mit Berliner Kliniken zusammen und kann sehr kurzfristig übernehmen.
Der behandelnde Arzt stellt eine Verordnung für außerklinische Intensivpflege aus. Dieser Schritt passiert meist noch im Krankenhaus.
Die Krankenkasse prüft den Antrag – in dringenden Fällen kann die Pflege auch schon vorher beginnen. APB GO unterstützt Sie bei der Antragstellung.
Unser Team bereitet alles vor – Pflegeplan, Beatmungsgerät, Notfallprotokoll. Der erste Tag ist strukturiert, damit Sie als Angehörige Vertrauen fassen können.
Die gute Nachricht: Bei anerkannter außerklinischer Intensivpflege trägt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für die Pflege vollständig. Das gilt für die 24-Stunden-Betreuung durch examinierte Pflegekräfte mit Beatmungsqualifikation.
Hinzu kommen je nach Situation Leistungen der Pflegekasse (Pflegegrad), der Beihilfe bei Beamten oder der privaten Krankenversicherung. In der Praxis entstehen für Familien in den meisten Fällen keine zusätzlichen Pflegekosten.
Das hängt von der Wohnsituation und den Wünschen Ihres Angehörigen ab. Beide Optionen sind möglich:
Die wichtigste Empfehlung: Frühzeitig informieren und nicht alleine entscheiden. Sprechen Sie mit dem Sozialdienst der Klinik, holen Sie sich eine Beratung bei einem spezialisierten Pflegedienst wie APB GO – und lassen Sie sich Zeit, die richtige Lösung für Ihre Familie zu finden.
Wir beraten Sie kostenlos, unverbindlich und in Ihrer Sprache – auf Wunsch auch auf Russisch oder Ukrainisch.
Rufen Sie uns an – wir organisieren alles.